Warum ich SimplePress gebaut habe
Ich muss gestehen: Ich war selbst das Problem.
Ich habe Kunden Websites gebaut, ihnen erklärt, wie WordPress funktioniert – und drei Monate später kam die Nachricht:
„Kannst du kurz den Blogbeitrag einstellen? Ich komm da nicht mehr rein.“
Nicht, weil sie es vergessen hatten. Sondern weil es einfach zu umständlich war.
Und irgendwann hab ich gemerkt: Das passiert nicht einmal. Das passiert immer.
WordPress ist nicht schuld
Das hier ist keine Kritik an WordPress.
WordPress ist ein mächtiges System. Aber genau das ist auch das Problem.
Mächtige Systeme bringen mächtige Oberflächen mit sich. Und diese Oberflächen sind nicht für Menschen gemacht, die einfach nur einen Text schreiben wollen.
Ich habe irgendwann mal gezählt, wie viele Klicks es braucht, um einen simplen Beitrag zu veröffentlichen.
Es waren 14.
Für einen Text.
Der eigentliche Bruch
Der Moment, der hängen geblieben ist, war kein technischer.
Ich saß mit einem Kunden zusammen. Selbstständig, Mitte 50, sehr gut in dem, was er tut.
Er wollte regelmäßig schreiben. „So eine Art Tagebuch, nur öffentlich.“
Nach zwei Stunden WordPress-Einführung hat er mich angeschaut und gesagt:
„Weißt du was, ich schick dir die Texte einfach per Mail.“
Das war kein Witz. Das war ernst gemeint.
Und in dem Moment wurde mir klar: Er hat nicht versagt. Das System hat versagt.
Der Gedanke dahinter
Die meisten Menschen können E-Mails schreiben.
Ohne Anleitung. Ohne Schulung. Ohne Angst, etwas kaputt zu machen.
Also kam die Frage:
Warum ist ein Blogbeitrag komplizierter als eine E-Mail?
Und noch wichtiger:
Warum akzeptieren wir das eigentlich?
Wie SimplePress entstanden ist
Ich habe nicht angefangen, ein neues „Tool“ zu bauen.
Ich habe angefangen, Dinge wegzulassen.
- weniger Klicks
- weniger Optionen
- weniger Stellen, an denen etwas kaputtgehen kann
SimplePress ist nicht entstanden, um mehr zu können.
Sondern um genau das Gegenteil zu tun.
Was SimplePress anders macht
SimplePress fühlt sich nicht wie ein CMS an.
Es fühlt sich an wie etwas, das man schon kennt.
Du öffnest es. Du schreibst. Du klickst auf Veröffentlichen.
Fertig.
Kein Backend. Kein Dashboard mit 40 Menüpunkten. Kein „wo war das nochmal?“.
Warum kein SaaS
Ich hätte das Ganze auch als Web-App bauen können.
Mit Login, Account, monatlichem Abo. So wie es heute üblich ist.
Aber genau das wäre wieder eine Hürde gewesen.
- Account erstellen
- Passwort merken
- irgendwo einloggen
SimplePress ist deshalb eine Desktop-Anwendung.
Starten. Schreiben. Fertig.
Kein Internet nötig, um anzufangen. Keine Zugangsdaten, die man vergessen kann.
Was es kostet
Nichts.
Zumindest nicht zwingend.
Es gibt eine kostenpflichtige Version für einmalig 12 €, mit der ein kleiner Hinweis entfernt wird:
„Veröffentlicht mit SimplePress by Yggdrasiltech“
Ansonsten bleibt alles gleich.
Kein Abo. Keine versteckten Funktionen. Kein künstlich eingeschränktes System.
Für wen das gedacht ist
Für den Kunden, der mir seine Texte per Mail schickt.
Für Menschen, die schreiben wollen, aber keine Lust haben, sich in ein System einzuarbeiten.
Für Opa Herbert, der seit Jahren sagt, dass er eigentlich mal einen Blog starten wollte.
SimplePress ist nicht für alle.
Wer Kontrolle über jedes Detail will, wird mit WordPress glücklicher.
Aber für die, die einfach nur schreiben wollen?
Dafür habe ich es gebaut.
Warum ich es wirklich gebaut habe
Weil Dinge unnötig kompliziert geworden sind.
Weil aus einfachen Problemen komplexe Systeme geworden sind.
Und weil ich keine Lust mehr hatte, immer wieder die gleiche Nachricht zu bekommen:
„Kannst du das kurz für mich einstellen?“
SimplePress ist keine Revolution.
Es ist einfach nur ein Schritt zurück.
Zu etwas, das wieder funktioniert.